Keine blinden Flecken im Kampf gegen Rassismus

Die aktuellen „Wochen gegen Rassismus“ in Gelsenkirchen werden von der Kommunalpolitik – unter anderem von Oberbürgermeisterin Andrea Henze – sowie von zahlreichen NGOs breit beworben. Entscheidend ist dabei vor allem eines: Solche Aktionen müssen zeitgemäß und realitätsbezogen das gesamte Problemfeld in den Blick nehmen. Werden dort ausschließlich klassische Formen von Rassismus thematisiert, oder auch Extremismus aus dem linken oder islamistischen Spektrum? Wird Antisemitismus tatsächlich umfassend behandelt – auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Nahen Osten seit dem Angriff der Hamas auf Zivilisten, darunter auch deutsche Bürger, im Jahr 2023, und den anschließenden Pro-Palästina-Demonstrationen in Deutschland? Spielen politisch und religiös begründete Gewalt oder die Entstehung von Parallel- und Antigesellschaften ebenfalls eine Rolle, oder bleiben solche Themen ausgeklammert, weil sie politisch unbequem sein könnten? Wer glaubwürdig gegen Ausgrenzung und Hass vorgehen will, darf keine blinden Flecken haben. Menschenwürde gilt für alle – und sie muss in alle Richtungen verteidigt werden.

https://stiftung-gegen-rassismus.de/veranstaltungskalender/veranstaltung/260310-1700-internationale-wochen-gegen-rassismus-2026-in-gelsenkirchen