Industrieruinen, wilde Müllkippen, Schrottimmobilien: „Strukturwandel“ und Massenmigration haben das Ruhrgebiet aus einer einst vitalen Wirtschaftsregion in Deutschlands Armenhaus verwandelt. Der Niedergang macht längst nicht mehr vor den „besseren“ Vierteln halt.
Doch statt sich diesen Problemen ernsthaft zu stellen, wischt der Regionalverband Ruhr (RVR) sie in seinem neuesten Strategiepapier mit einer Randnotiz beiseite: „Herausforderungen sind unter anderem Kinderarmut/Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungsqualität und die soziale Integration einer vielfältigen Bevölkerung“, heißt es darin knapp.
Dafür mangelt es nicht an Selbstbeweihräucherung. In der Präambel wird das Ruhrgebiet kurzerhand als „exzellent, dynamisch, sozial, grün und kreativ“ gefeiert. Das Strategiepapier trägt den Titel „Der RVR auf dem richtigen KURS!“
Wir als AfD-Fraktion im Ruhrparlament stehen zu unserer Region und ihren Menschen. Gerade deshalb reden wir die Probleme nicht schön. Wer Verantwortung übernehmen will, muss Missstände klar benennen, ihre Ursachen offenlegen und konkrete Lösungen anbieten.
Aus diesem Grund haben wir das Strategiepapier abgelehnt. Das Ruhrgebiet braucht keine Schönfärberei, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme und einen Kurswechsel.

