Standortmarketing auf Abraum-Niveau

2,3 Millionen Euro im Jahr verschlingt die Standortmarketingkampagne des Regionalverbands Ruhr (RVR). Dafür bekamen wir so geistreiche Ideen, wie dem Ruhrgebiet den Markennamen „Das Ruhrgebiet“ zu verpassen.

Die neueste Aktion: „Haldenwärter*in gesucht“ – d. h. 5.000 Euro für einen Bewerber, der eine Woche lang im Tiny House auf der Halde Hohenwart verbringt. Laut RVR reichen die Aufgaben „vom Robo-Schaf-Hüten bis zur Sonnenaufgangs-Inspektion“. Aha …

Die gefilmten Erlebnisse sollen offenbar die Jugend in den sozialen Netzwerken erreichen und für die Region begeistern. Selbst im Pott wohnen muss der gesuchte Bewerber aber nicht. Wäre ja vielleicht authentisch …

Als AfD-Fraktion im Ruhrparlament finden wir solche Kampagnen verkrampft und unehrlich. Es gehört kaum zum Alltag der Menschen im Revier, von einem Panoramapunkt die Morgenröte zu bestaunen. Statt peinlichen Marketingstunts sollte der RVR mal lieber gute Standortpolitik betreiben!

Davon abgesehen ist unser Steuergeld auch kein Werbebudget.